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Was für ein wunderbarer Abend ... mein zweites Wohnzimmerkonzert

von Radmila Besic |
Mein zweites Wohnzimmerkonzert am 7. Juni 2015 war ein mehr als gelungener Abend. Wolfgang Peßler, der Fagottist aus Nürnberg und ich mit meiner Konzertgitarre spielten im Duett Stücke u.a. von Brahms, Boccerini und Vivaldi. Der Höhepunkt des Abends aber war die Uraufführung eines Stückes des Komponisten Andreas Baksa. Ein Stück, das er für mich komponiert hatte.
Radmila Besic und Wolfgang Pessler
Während es draußen zunehmend schwül wurde, lauschten im Theaterraum meine Gäste aufmerksam der Musik. Mein zweites Wohnzimmerkonzert am 7. Juni 2015 an einem sommerlich warmen Sonntagabend im Ars Musica werde ich immer in bester Erinnerung behalten. Es war ein mehr als gelungener Abend, in dessen Verlauf meine Gäste immer wieder Fragen stellten, besonders zum Instrument meines Gastes Wolfgang Peßler. Der Fagottist aus Nürnberg erklärte bereitwillig und kundig, was den Klangraum seines Musikinstruments ausmacht, seit wann man es spielt und vieles mehr. Er und ich mit meiner Konzertgitarre spielten im Duett Stücke u.a. von Brahms, Boccerini und Vivaldi. Der Höhepunkt des Abends aber war die Uraufführung eines Stückes des Komponisten Andreas Baksa. Ein Stück, das er für mich komponiert hatte. Er schreibt dazu:

 

Komponist Baksa und Radmila Besic
„Das Stück für Radmila zu schreiben, war ein echtes Abenteuer. Wir haben uns in Wien kennengelernt, wo wir uns auch darauf geeinigt haben, ein Werk für Gitarre und Fagott in Angriff zu nehmen. Sie ist oft nach Wien gekommen, wo wir einen Satz nach dem anderen durchgearbeitet haben. Schließlich war das Musikstück fertig. Es hat einige Zeit gedauert, auch weil es für mich Neuland war, etwas für Gitarre zu schreiben. Ich selbst war als Geiger 40 Jahre beim Tonkünstlerorchester hier in Wien engagiert. Ein Beispiel: das Stimmen der Saiten ist bei beiden Instrumenten ganz unterschiedlich. Die Geige stimmt man in Quintenabständen, die Gitarre wird in Quarten gestimmt - das macht einen großen Unterschied beim Greifen von Akkorden oder Doppelgriffen. Deswegen ist dieses Stück etwas Außerordentliches, habe ich die Gitarre doch in einer ungewöhnlichen Art integriert. Mein Stück richtet sich an ein intelligentes Publikum. Es ist ein komplexes Werk mit vielen Facetten und Farben, das mit jedem Anhören immer neue Aspekte eröffnet. Darum kann es auch nur Profigitarrist spielen. Meine Gratulation an die Radmila, sie hat es locker geschafft, mit sehr viel Fleiß und Elan. Somit hat sie es auch verdient, dass ich ihr dieses Werk widme. Sichtbarer Ausdruck dessen ist, dass dieses Werk ihren Namen trägt. Bei der Uraufführung am 7. Juni 2015 war eine Superstimmung. Das Publikum, die Solisten und ich haben unvergessliche Stunden erlebt. Der Fagottist Wolfgang Peßler, denn ich am Vortag kennengelernt habe, hat mein Stück mit Bravour und sehr musikalisch gespielt. Außerdem ist er ein lieber Mensch, was man Heutzutage selten findet. Da haben sich zwei tolle Musiker zusammengefunden. Sie bringen meine Komposition und Musik ihrem Publikum einfühlsam und gefühlvoll nahe. So wie ich es erlebt habe, ist es eine Seltenheit. Ich hoffe sehr, dass viele Menschen zukünftig dieses Duo erleben werden.“

 

Dazu will ich jetzt nichts weiter sagen, außer, dass ich Andreas sehr herzlich für dieses abwechslungsreiche und anspruchsvolle Stück danke! Die nächste Gelegenheit für alle, die dieses Mal nicht dabei sein konnten, dieses Stück zu hören und unser Duo zu erleben ist übrigens schon bald. Wolfgang und ich spielen gemeinsam am 26. Juni in der Galleria „Müssigengelzunfthaus“ in Kempten! Ich freue mich schon sehr darauf!

 

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